
Anfang Juni besuchte eine Gruppe von Tagespflegegästen die Feuerwehr in Kaufungen. Viele Besucher*innen kannten noch die alte Feuerwache in Niederkaufungen und waren noch nicht in dem neuen Stützpunkt am Kreisel. Nach dem Frühstück machte sich die Gruppe mit zwei Mitarbeiter*innen auf den Weg und bestieg den Tagespflegebus. Nach kurzer Fahrt kamen wir am Stützpunkt an und es war schon alles für uns vorbereitet: Der Leiterwagen und ein Löschfahrzeug standen auf dem Hof und konnten begutachtet werden. Staunend ging die Gruppe an den Fahrzeugen vorbei in einen Aufenthaltsraum, wo Herr Rudi Viehmann von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr uns zunächst einige Daten und Fakten zur Feuerwehr erzählte.
Die Erfahrungen mit der Feuerwehr waren sehr unterschiedlich. Teilweise waren Menschen selbst in der Feuerwehr tätig, aber alle hatten schon einmal mit ihr zu tun: wenn es brennt, bei Hochwasser oder wenn mal eine Katze nicht mehr vom Baum runterkommt. Und immer war die Feuerwehr zur Stelle und konnte helfen. Schnell kamen die Erinnerungen hoch: „Ich habe in der Bergstraße gewohnt und oft Hochwasser an der Losse erlebt. Da kamen wir manchmal nicht mehr über die Losse ins Dorf“, erzählt ein Besucher. Ein anderer hat einen Erdrutsch in Wickenrode erlebt: „Was da in wenigen Minuten an Schlamm durch das Dorf gelaufen ist, das kann sich heute keiner mehr vorstellen!“![]()
Anschließend hat uns der erste stellvertretende Gemeindebrandinspektor Herr Marius Morik die Räumlichkeiten gezeigt. In der Umkleide hat jeder seinen Spind und seine unterschiedlichen Ausrüstungen. Je nach Ausbildungsstand ziehen die Feuerwehrleute hier ihre Löschanzüge oder auch Atemschutzgeräte an. In der Halle mit den Wägen stehen alle auf ihren Plätzen und der Leiter entscheidet, wer auf welchen Löschzug geht. Das muss immer sehr zügig gehen, damit der Brand schnell gelöscht werden kann. Herr Morik öffnet die Seitenklappen eines Löschfahrzeuges und stellt die verschiedenen Werkzeuge vor: „Heute arbeiten wir viel mit Akkus, da brauchen wir nicht immer einen Stromanschluss. Das ist sehr praktisch.“ Selbst die großen Schneidewerkzeuge, die bei Autounfällen zum Einsatz kommen, laufen mit Akkus, die mit einer Hand ausgetauscht werden können. Ein alter Polizist erinnert sich: „Wir waren ja früher immer mit der Grünen Minna unterwegs, da hatten wir auch vieles drin, Feuerlöscher und so weiter. Aber hier, das ist ja schon eine richtige Werkstatt!“
Zum Abschluss versammelt sich die Gruppe noch einmal zum Gruppenfoto auf dem Hof und kann den großen Leiterwagen mit dem Rettungskorb aus nächster Nähe besichtigen. Der Korb wird einmal ausgefahren und anschließend wird das Fahrzeug wieder in die große Wagenhalle zurückgefahren, damit es bereit ist für den nächsten Einsatz. Die Gruppe fährt zurück in die Tagespflege Lossetal und hat beim Mittagessen viel zu erzählen. Zur Heimfahrt bekommen sie alle einen Abzug des Gruppenfotos mit nach Hause.
Insbesondere bei Demenz ziehen sich ältere Menschen oft zurück und trauen sich nicht mehr, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Wir bieten einen sicheren Rahmen, der Teilhabe an Gesellschaft ermöglicht, Lebenslust und Selbstwertgefühl aufrechterhält. Alle Informationen zum Angebot der Tagespflege und deren Finanzierung finden Sie auf unserer Homepage: www.tagespflege-lossetal.de Informationen finden Sie auch auf unserem YouTube-Kanal @Tagespflege-Lossetal oder Sie rufen einfach mal an: 05605 800755.